1945 bis 1970

Jahre des Aufbaus und Ausbaus

Der Zweite Weltkrieg führt in Hamburg zu massiven Zerstörungen, die auch die Infrastruktur schwer treffen. Viele Gebäude, Straßen, Brücken und Hafenanlagen sind durch alliierte Luftangriffe beschädigt oder zerstört. Die Fernwärmeversorgung erleidet ebenfalls beträchtliche Schäden. Von den 242 angeschlossenen Gebäuden werden 65 Prozent zerstört oder stark beschädigt. Nachkriegs-Hamburg sieht sich mit dem gewaltigen Aufwand des Wiederaufbaus dieser lebenswichtigen Infrastruktur konfrontiert.

Zerstörte Gebäude und Leitungen erfordern einen rasanten Wiederaufbau der Energieversorgung.

1948

Die gröbsten Schäden aus den Folgen des Krieges sind beseitigt und die Versorgung über Fernwärme wird wieder ausgebaut.

1955

Fertigstellung der letzten beiden Grindelhochhäuser und Anschluss an das Fernwärmenetz des heute denkmalgeschützten Ensembles.

Bau des Fernheizkanals hin zum Grindelgelände

1956

Das Kraftwerk „Karoline“ übernimmt die Versorgung des Grindelgeländes.

1956

Das Universitätskrankenhaus Eppendorf unterschreibt einen Vertrag zur Wärmelieferung und wird über eine Verlängerung der Leitung beim Grindel versorgt.

Moderne Kraftwerke für moderne Gebäude.

1956

Gute Planung ist alles: Heizwassertransportleitungen werden von der „Karoline“ durch die Neustadt bis zum Gerhart-Hauptmann-Platz verlegt und laufen von St Pauli über den Rödingsmarkt bis zum Meßberg. Ein neuer Kundenkreis wird erschlossen.

1957

Im August erscheint die erste HEW Mitarbeiterzeitschrift „Sammelschiene“.

Das Titelblatt der ersten Ausgabe

1957

Neu-Altona wird für die Fernwärme erschlossen.

Fahrbare Kesselanlagen für Neu-Altona

Ende der 50er Jahre ist das Fernwärmenetz bereits 67 Kilometer lang


1958/59

Das Geschäftsjahr zählt insgesamt 543 Kundinnen und Kunden, die an das 67 Kilometer lange Netz angeschlossen sind.

1959

Baubeginn des Heizkraftwerks Hafen auf der Landzunge zwischen Grasbrook- und Strandhafen. Bis 1999 liefert das Kraftwerk Strom und Fernwärme für Hamburg.

Kraftwerk Hafen in den 80er Jahren

Um die Wärmeleistung in das Fernwärmenetz einspeisen zu können, ist der Bau von Transportleitungen vom HKW Hafen zur Innenstadt erforderlich: Diese sind insgesamt 433 Meter lang und liegen in 20 Meter Tiefe. Der benötigte Tunnel hat sieben Rohrleitungen und einen Durchmesser von 3 Metern.

1963

Vereinbarung zur Versorgung der Neubaugebiete Steilshoop und Geschäftsstadt Nord mit Fernwärme zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und der HEW.

Da alle eingesetzten HKWs im Süden oder Westen liegen, braucht es für die Versorgung der neuen Gebiete eine 12 Kilometer lange Transportleitung von Tiefstack bis Steilshoop und vom UKE bis nach Barmbek. Damit wird der Fernwärmering um die Alster geschlossen.

Fernwärme in Hamburg im Jahr 1965

1972

Eine zusätzliche Rücklauftransportleitung vom Universitätsviertel bis zum HKW Karoline zur Entlastung des Nordstrangs wird in Betrieb genommen.

Weitere Geschichten der Fernwärme

1894 bis 1945

Im Hamburger
Rathaus fängt alles an

Eine sichere und effiziente Wärmeversorgung: Mit dem Bau des neuen Rathauses startet das Pilotprojekt Fernwärme durch.

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1945 bis 1970

Jahre des Aufbaus und
Ausbaus

In den Nachkriegsjahren wird die wichtige Infrastruktur nach und nach wieder aufgebaut. Auch die Fernwärme rückt immer mehr in den Fokus.

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1970 bis 2013

Fernwärme als Antwort auf die Ölpreiskrise

Als die Ölpreise immer weiter anziehen, braucht es bezahlbare Alternativen – auch mit Blick auf die Zukunft. Die Lösung heißt Fernwärme.

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2013 bis 2045

Umsetzer der Hamburger Energiewende

Erneuerbare Energien und klimaneutrale Abwärme ersetzen fossile Brennstoffe. Die Fernwärme wird bis spätestens 2030 kohlefrei und weiter ausgebaut.

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